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Das Frühlingsfest, das es seit 1988 gibt, ist schon fast so etwas wie ein »historisches Ereignis« an unserer Fakultät. Da verwundert es nicht, wenn die durch die Wiesen ziehenden Informatiker plötzlich durch einen recht hilfesuchend schauenden Hofnarren aufgehalten wurden. Die schöne Prinzessin Informatika hatte ihren goldenen Ring verloren und versprochen, den Ritter zu heiraten, der ihn zu ihr zurückbringt. Das ließen sich die Jünglinge des Reiches¹ nicht zweimal sagen; Sie sattelten ihre Pferde und ritten im Zweikampf um die Gunst der Prinzessin.

Zuerst mußten die Knappen natürlich beim Aufsteigen behilflich sein, nur vielleicht hätten sie sich vorher absprechen sollen, in welche Richtung sie den edlen Ritter ziehen. Ist der Ritter dann endlich im Sattel, sollten die Kommentare des Pferdes auch ernst genommen werden, schließlich will man ja nicht abgeworfen werden. Da es natürlich nicht nur einen Anwärter gibt, wird nach strengen Regeln und mit gleichen Bedingungen für alle gekämpft. Vorbereitung auf den Start.
Die schnellsten Reiter haben die besten Chancen. obwohl das »Erobern« des Ringes mit der Lanze nicht ganz so einfach war, wie es aussah. Insbesondere sollte man sich vorher über die Strategie des Kampfes einig sein, die Konkurrenz schläft nicht.
Beim Aufnehmen des Ringes muß darauf geachtet werden, daß man das Pferd nicht überlastet. Schließlich muß es den Reiter noch zurückbringen. Auch für den Rückweg ist Geschwindigkeit oberstes Gebot, wartet doch die schöne Prinzessin auf ihren Ring. Besonders die Ritter mit alternativen Reitstilen standen bei ihr hoch im Kurs.

Hoffentlich gewöhnten sich die Ritter dabei nicht zu sehr an diese Art der Fortbewegung, denn an der nächsten Station hieß es wieder aus eigener Kraft vorwärtszukommen - wenn auch auf sehr ungewöhnliche Art und Weise.

¹Die schönen Damen des Reiches hatten davon gehört, daß der Prinz Informatikus, der Bruder von Informatika auch im heiratsfähigen Alter war und - sollte eine Dame den Ring zurückbringen - diese ehelichen würde.


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Seite erstellt von Stefan Schlechtweg, Mail: stefans@ISG.cs.Uni-Magdeburg.DE

Zuletzt geändert: Mittwoch, 16. Juli 1997