Peter Lorenz English smaller fonts Simulation und Animation

Klassen von System- und Modellelementen im GPSS/H

Elementklasse Funktion
Transaktion Transaktionen (Transactions oder Xacts) sind dynamische, aktive und universell nutzbare Modellelemente. Transaktionen werden durch GENERATE-Blöcke erzeugt.
Einrichtung Einrichtungen oder Facilities benutzt man, um einkanalige Bedienungssysteme oder Single Server nachzubilden.
Warteschlange Warteschlangen oder Queues dienen der statistischen Erfassung von Wartezeiten eintretender Transaktionen und der Berechnung von Attributen, die auf das Warten bezogen sind: Mittlere und maximale Länge der Warteschlange, Anzahl der ohne Warten durchlaufenden Transaktionen und einige andere.
Speicher Speicher oder Storages benutzt man für Modelle mit mehreren, parallel arbeitenden Bedienern, Bedienungsstationen oder -kanälen. Ein mehrkanaliges Bedienungssystem kann mehrere Forderungen gleichzeitig bedienen. Ein Speicher hat ein definiertes Fassungsvermögen, seine Kapazität. Wenn sie erreicht ist, müssen eintreffende Transaktionen warten, bis Platz frei wird.
Logikschalter Logikschalter sind Modellelemente, die nur zwei Zustände annehmen können: Ein (Set) oder Aus (Reset). Ein Zustand kann vor Beginn des Simulationslaufes durch INITIAL gesetzt und während des Laufes durch den Block LOGIC geändert werden.
Skalar Skalare sind Speicherplätze für numerische Werte. Sie entsprechen den Variablen klassischer Programmiersprachen und werden im GPSS/H seit der Einführung des Ampervariablen-Konzeptes kaum noch benötigt.
Matrix Matrizen sind zweidimensionale Felder derartiger Werte. Sie sind oft deshalb zweckmäßig, weil das Ampervariablen-Konzept nur eindimensionale Felder zuläßt.
Tabelle Tabellen sind Modellelemente, die der Klassifikation von Beobachtungswerten sowie der Berechnung von Häufigkeiten, Mittelwerten und Standardabweichungen dienen.
Funktion Unter einer Funktion versteht man im GPSS/H - ganz wie in der Mathematik - eine Zuordnungsvorschrift, die jedem Element einer Menge (Definitionsbereich oder Menge der Werte einer unabhängigen Veränderlichen) genau ein Element einer anderen Menge (Wertebereich oder Menge der Werte einer abhängigen Veränderlichen) zuordnet.
Variable Variablen sind vergleichbar mit den Formelfunktionen in Basic: Es sind Ausdrücke oder Formeln mit einem Namen. Wenn man sie aufruft, erhält man einen aktuellen Wert. Diese Variablen sind im modernen GPSS/H fast überflüssig geworden: Man darf Ausdrücke fast überall hinschreiben, wo man sie braucht. Bei mehrfachem Auftreten eines Ausdruckes empfehlen sich allerdings die alten Variablen nach wie vor aus Abkürzungsgründen.
Gruppe Gruppen von Werten sind Mengen, auf die man verschiedene Mengenoperationen anwenden kann. Gruppen von Transaktionen ermöglichen die Kommunikation zwischen ihnen, die sonst unerlaubt ist.
Zukünftige Ereigniskette Die zukünftige Ereigniskette enthält alle Transaktionen, die auf einen zukünftigen Zeitpunkt der Simulationsuhr warten. In die FEC gelangt jede Transaktion bei ihrer Erzeugung durch GENERATE und nach dem Betreten eines ADVANCE-Blockes. Die Transaktionen werden in die FEC nach steigenden Ereigniszeitpunkten (Move-Time) eingeordnet.
Aktuelle Ereigniskette Die CEC enthält alle Transaktionen, die zum gegebenen Zeitpunkt aktiv sind und bewegt werden könnten. Allerdings können sie dadurch blockiert sein, dass sie auf eine Bedingung warten. Jedesmal, wenn die Simulationsuhr von einem Ereigniszeitpunkt zum nächsten vorrückt, versucht die interne Steuerung von GPSS/H, alle Transaktionen der CEC zu bewegen. Sie beginnt am Kopf der CEC und bewegt die erste Transaktion solange von Block zu Block, bis die nächste Blockierung auftritt.
Nutzerkette Die Interne Steuerung von GPSS/H verwaltet den Lauf der Transaktionen nach einem festen Algorithmus. Um anstelle dieses oft ausreichenden vorgefertigten Ablaufs spezifische Abläufe nachzubilden, entzieht man ausgewählte Transaktionen der Internen Steuerung, indem man sie in einer Benutzerkette ablegt. Dort bleiben sie, bis sie von einer anderen Transaktion befreit werden. Auf diese Weise sind reale Vorgänge der Interaktion von Prozessen modellierbar.
Interruptkette Mit Hilfe des Blockes PREEMPT kann eine Transaktion eine andere Transaktion, die sich gerade in einer Einrichtung befindet, aus dieser verdrängen und zeitweilig in einer Interruptkette ablegen. Sie kann diese Verdrängung durch RETURN wieder rückgängig machen.
Verband Transaktionen können Kopien von sich selbst erzeugen. Jede Transaktion bildet gemeinsam mit ihren Kopien einen Verband. Transaktionen eines Verbandes können aufeinander warten. Ihr Lauf läßt sich synchronisieren. Sie können nach getrenntem Lauf auch wieder vereinigt oder verschmolzen werden.
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Last Modified Wed 02-01-06 09:26 GMT Valid CSS!

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