Peter Lorenz English smaller fonts Simulation und Animation

5. GPSS/H-Steuerungskonzepte

Bisher ist GPSS/H als ein System zur Modellierung von Bedienungssystemen und Netzen eingeführt und dargestellt worden. Die eintreffenden Forderungen wurden durch Transaktionen verkörpert, die sich ihren Weg durch das Modell suchten. Ihr Weg war durch die zu durchlaufenden Blöcke bestimmt. Ihre Interaktion beschränkte sich auf gegenseitige Behinderung oder auf Konkurrenz im Zugriff auf beschränkte Ressourcen.
Schwerpunkt dieses neuen Abschnitts ist nun die Interaktion von Transaktionen, das Zusammenwirken von Simulations- und Animationsmodell sowie interne und nutzerdefinierte Steuerungen. Damit wird das enge Gebiet der Simulation von Bedienungssystemen verlassen und GPSS/H mit seiner universellen, für beliebige Systeme geeigneten Modellbildungsphilosophie vorgestellt.

Inhaltsübersicht

5.1. GPSS/H Makros und Subroutinen

Makros haben im GPSS/H dieselbe Funktion wie in anderen Programmiersprachen: Man kann sie zur Generierung einander ähnlicher Quelltextabschnitte benutzen. Sie erlauben es, größere Modelle kürzer, einfacher und übersichtlicher zu schreiben, als das ohne sie bisher getan werden konnte. Als Beispiele werden Animationsmakros eingeführt und erläutert, die zur Erzeugung von Animationstracefiles nützlich sind.
Subroutinen haben einen Vorteil gegenüber den Makros: Sie führen nicht zur Expansion des Quelltextes. Sie sind Folgen von Blöcken, die von Transaktionen verschiedener Herkunft genutzt werden. Nach deren Durchlauf können die Transaktionen zu ihrem Ausgangsort zurückkehren.

5.2. Interne Steuerung von GPSS/H

Bisher ist schon mehrfach die Interne Steuerung von GPSS/H als zentrales Instrument zur Steuerung der Bewegung der Transaktionen und der Festlegung der Reihenfolge der Ausführung von Operationen erwähnt worden. An dieser Stelle erfolgt ihre nochmalige systematische Erklärung.
Erklärt werden auch die von ihr genutzten Datenstrukturen. Das sind neben den Simulationsuhren verschiedene Ketten von Transaktionen, die hier nochmals behandelt werden.

5.3. Vorrangbelegung und Benutzerketten

Um analoge Vorgänge der Realität abzubilden, gibt es in GPSS die Vorrangbelegung von Einrichtungen und die zeitweilige oder endgültige Verdrängung von Transaktionen, die sich gerade dort befinden.
Die Interne Steuerung von GPSS/H verwaltet den Lauf der Transaktionen nach einem festen Algorithmus. Um anstelle dieses oft ausreichenden vorgefertigten Ablaufs spezifische Abläufe nachzubilden, entzieht man ausgewählte Transaktionen der Internen Steuerung, indem man sie in einer Benutzerkette ablegt. Dort bleiben sie, bis sie von einer anderen Transaktion befreit werden. Auf diese Weise sind reale Vorgänge der Interaktion von Prozessen modellierbar.

5.4. Verbände und Gruppen

Transaktionen können Kopien von sich selbst erzeugen. Jede Transaktion bildet gemeinsam mit ihren Kopien einen Verband. Transaktionen eines Verbandes können aufeinander warten. Ihr Lauf läßt sich synchronisieren. Sie können nach getrenntem Lauf auch wieder vereinigtoder verschmolzen werden.
Mit bisher behandelten Mitteln läßt sich kein direkter Austausch von Information zwischen Transaktionen beschreiben. Dazu dient die Zuordnung von Transaktionen zu einer Gruppe. Die Parameter dieser Transaktionen werden anderen Transaktionen zugänglich: Andere können die sonst privaten Parameter lesen oder mit neuen Werten belegen. Außer Gruppen von Transaktionen gibt es Gruppen von Werten. Das sind Mengen, für die verschiedene Mengenoperationen ausführbar sind.

5.5. Modellexperimente und ResultatanalyseAt Work!

In der Regel reicht ein einzelner Simulationslauf nicht aus, um die in einer Simulationsstudie anstehenden Fragen zu beantworten. Man hat Serien von Experimenten auszuführen, in denen man arbeitet. GPSS/H hat eine Reihe von Anweisungen, welche das Experimentieren unterstützen und die hier einzuführen und zu erklären sind.
5. GPSS/H-Steuerungskonzepte
5.1.GPSS/H Makros und Subroutinen
5.2.Interne Steuerung von GPSS/H
5.3.Vorrangbelegung und Nutzerketten
5.4.Verbände und Gruppen
5.5.Steuerung von Experimenten
Gesamtübersicht
Inhalt
1.Einführung in Modellierung, Simulation und Animation.
2.Proof Animation™.
3.GPSS/H als Programmiersprache.
4.GPSS/H-Bedienungsmodelle.
5.GPSS/H-Steuerungskonzepte.
Anhang/Index
Kontrollfragen
Scheine und Prüfungen
Termine
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